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Frida People (they/them)
frida people is a drag thing, just moved to Vienna all the way from Aotearoa. Their drag is all about political comedy and burning the patriarchy.
Frida People ist ein Drag Ding, seit kurzem nach Wien gezogen von dem fernen Aotearoa. Deren Drag ist über politische Komödie und das Niederbrennen des Patriarchats.
High Heels – Dorian Electra
[Chorus]
High heels, so high
We suffer for fashion, but why?
They’ve got a power you can’t deny
High heels, so high
[Verse 1]
It started with the Persian cavalry
Admired by the French aristocracy
They wore high heels in the heat of war
The trend spread to the palace floor
Far removed from practicality
High heels were the height of masculinity
Worn by King Louis the fourteenth
Higher than his kingdom had ever seen
[Chorus]
[Verse 2]
Who could forget Marie Antoinette?
Excess without a single regret
So high with her feet up at Versailles
Meanwhile, leaving her people to die
High heels, unfashionable
“Just like women, irrational”
Monarchy is so last season
The feet of the elite smell like treason
[Chorus]
[Verse 3]
High heels were out of style
At least for a while
Women in pants, women on wheels
It’s hard to march in high heels
Regrettably, pornography brought back high heels for eternity
They say a picture’s worth a thousand words
High heels accentuate a woman’s curves
So exotic, made erotic
Forever and ever
[Chorus]
High heels, so high
We suffer for fashion, but why?
They’ve got a power you can’t deny
High heels, so high
High heels, so high
Break through that ceiling, it’s time
We’ve got the power to decide
High heels, so high
[Outro]
High heels
Who says they’re only for women?
The future of high heels is only beginning
Feminine and gentlemen, we’re all walking around in them
High heels, so high
Kit Cunt (they/them)
Kit Cunt is the sweetest hypoglycemia snack you will ever have – insulin pump driven and ready to embrace all of the weird and strange and messy.
Kit Cunt ist der süßeste Unterzucker Snack den man haben kann – Insulinpumpen-betrieben und startklar alles Komische, Schräge und Chaotische zu würdigen.
Schmetterlinge gibt es überall
Schon als ich ein kleines Mädchen war, wusste ich, wie es sich anfühlt, Angst vor denjenigen zu haben, die ganz groß und ganz stark und überhaupt und außerdem ganz furchteinflößend sind.
Sie kamen damals mit einem Grinsen das anmutete wie gefletschte Zähne und einer Süffisanz die mich zur Weißglut brachte. Die großen, die starken, die Furchteinflößenden. Denn schon als ich ein kleines Mädchen war taten sie alles um mich klein zu halten. Um mich als kleines Mädchen zu be-halten.
Sie kamen ausgerüstet mit Kommentaren, messerscharf wie Klingen in meinem Körper, ausgestattet mit Meinungen, die mich mein ganzes Leben lange noch verfolgen würden. Sie kamen und kamen und sie gingen erst wieder, wenn ich schon schrie und weinte und wenn sie es geschafft hatten, Schleifen in meinem Haar zu platzieren, welche sich wahrscheinlich übrigens so schürfend anfühlten wie die Dornenkrone von der kleinen Jesusfigur im Klassenzimmer. Die Schrecklichen, die Starken, die ganz ganz Furchteinflößenden.
Und als ich ein kleines Mädchen war, hatte ich nicht nur Angst, sondern ein Brodeln in mir, das ganz anders war, als was die Schleifen oder der Anblick ihrer Grinsen bezweckte. Ich hatte Mut und ich grinste selbst, nicht wie ein hungriger Löwe, nein, sondern eher wie eine kleine Raupe, die wusste, das sie einmal ein Schmetterling sein würde. Irgendwann schrie ich nicht mehr, sondern ich wehrte mich, mit Hand und Fuß und Fuß und Hand und Kopfschütteln gegen die Schleifen und alles sonst, was sie auf mir drauf platzieren wollten. Ich wehrte mich bis die Großen, die Bösen irgendwann die Augen verdrehten und sagten und aufhörten ihre Zähne so gemein und süffisant zu fletschen. Und die Dornenkrone schürfte nicht mehr an meiner Stirn und ich wusste, was ich werden wollen würde.
Ich wusste also, was ich werden wollen würde: Eine Person. Eine Person, genauso groß und stark wie sie, aber nicht furchteinflößend, nein. Ich würde keine Löwenzähne und keine messerscharfen Kommentare bei mir tragen, nein. Ich war also schon größer und älter und ein wenig stärker und ich war im Prozess, eine Person zu werden und ich habe mir geschworen: Wenn ich eine Person sein würde, dann hoffnungsbringend und liebevoll und schützend. Und ich schwor mir auch, nie wieder Schleifen zu tragen.
Da ich aber nun schmerzhaft lernen musste, dass die Furchteinflößenden und Starken nicht aufhören, keinen Halt machen, bevor sie nicht auch die letzte Dornenkrone auf dem Kopf von einem wie mir platziert haben, musste ich begreifen, wie schwierig es ist, eine Person zu sein. Ja, eine Person die Liebe bringt und Hoffnung und überhaupt und außerdem auch noch die Großen und Starken und Gemeinen bekämpfen will.
Ich hatte so viel Mut in mir, ich war eine Raupe, in meinem Kokon, ich war bereit, der mutigste und kampfbereiteste Schmetterling in Person zu werden. Ich wollte nicht, dass es irgendeinem kleinen Mädchen, einem kleinen Jungen oder einer kleinen Person eben so ergeht wie mir. Niemand verdient es aufgeschürft und gekrönt von Dornen zu sein. Und als ich dann schlüpfte war ich mir sicher, dass sie nicht mehr da sein würden, denn ich würde sie bekämpfen.
Da ich aber nun schmerzhaft lernen musste, dass es ein steiniger, ein gedornter Weg ist, vom kleinen Mädchen zur Person, da wollte ich mich wieder einwickeln, mir wieder einen Kokon bauen. Ich hatte so viel Mut in mir und es reichte nicht, die Furchteinflößenden zu bekämpfen, sie waren zu stark und zu groß und ich war noch immer klein, klein, klein. Und ich blieb eine Raupe.
Ich hatte so viel Angst in mir, ich war abermals ein kleines Mädchen und meine unsichtbare Dornenkorne schürfte mich auf.
Bis ich einen Schmetterling traf.
Schmetterlinge sind liebevoll und hoffnungsbringend und überhaupt und außerdem. Schmetterlinge sind Menschen die die Dornen von deiner Stirn pflücken. Stück für Stück und dabei selbst keine Angst haben, zu bluten. Sie holen dich aus deinem Kokon und bringen dir bei, zu fliegen. Sie bringen dir bei, dass du nicht das einzige kleine Mädchen war und bist und sein wirst und dass deine Angst eigentlich auch dein Mut ist. Dass das Brodeln in dir wichtig ist.
Die Wahrheit ist, und dies musste ich auch schmerzhaft lernen, die Großen und die Furchteinflößenden sind groß und furchteinflößend, ja. Die wahren gefletschten Zähne des Tigers sind aber Ideen, die wie graue Wolken die Schmetterlinge auf dieser Welt verpesten, bis sie tot umfallen. Und das gilt es zu bekämpfen. Die Großen und Starken und Hassenden, ja die Hassenden, leben unter uns aber so tun es die Schmetterlinge und nur wegen ihnen habe ich es endlich geschafft, eine Person, eine richtige Person zu werden, die fliegen gelernt hat.
Wenn sie versuchen, dir Schleifen in deine Haare zu flechten, ohne dass du es willst, oder dir Schleifen zu nehmen, die du ganz ganz gerne behalten würdest; wenn sie grinsen und fletschen, dann denk daran, dass auch du ein Schmetterling sein kannst. Dass sie da draußen sind und dass du mit ihnen fliegen lernen kannst.
Mittlerweile trage ich die Schleifen, die ich mir selbst gab. Sie sind wie meine Flügel. Und mittlerweile bin ich weder klein, noch ein Mädchen. Und ich glaube, ich habe es in einer Welt des Furchteinflusses und ängstlichen kleinen Kindern geschafft, eine Person, ein Schmetterling, ein Mensch zu sein. Angst ist Mut und Schmetterlinge gibt es überall. Und Schleifen müssen keine Dornen sein.
Mees (he/they)
Mees (he/they) is a trans and disabled artist from the Netherlands. Community and care are 2 of the most important things in the world to him, which he explores in his vulnerable short stories.
Mees (er/dey) ist ein trans und behinderter Künstler aus den Niederlanden. Gemeinschaft und Pflege sind die 2 wichtigsten Dinge in der Welt für ihn, welche er in vulnerablen Kurzgeschichten thematisiert.
The shoulders we lean on
I love my community.
I remember life being cold. I remember being so alone. I remember feeling things and being things that no-one understood. I remember thinking that would never change. But it did. I found my people, or maybe my people found me.
Our community was built on hardships. There’s no denying that it was oppression and pain that drove us together. Standing alone in a world that doesn’t want you to be you requires more strength than any one person can harbor on their own.
So we went out and found each other. We found the ones that understood. We created safety in each other. Sharing the burden and sharing the hurt became our way to survive. Our way to thrive.
I didn’t know any of this of course. Growing up outside of the community made it seem like the community didn’t exist. When I finally learned about it, I thought there was no way I would ever fit in there either.
Everyone was so out. Everyone was so proud. Everyone was so … loud.
I think there’s something about us. Like we have a magnetic pull to each other. Because while I was thinking the community would never welcome me, something was emerging right beside me.
They didn’t know about me and I didn’t know about them. Maybe we didn’t really know about ourselves either. But we found safety in each other and from that point on we weren’t standing on our own anymore, we’ve stood together ever since.
It’s dangerous not to be okay. What if you fall and there’s no-one there to catch you? What if you’re too much and your hardships will drive the people around you away?
But what if you’re not alone? What if your hardships turn out to be shared hardships? Maybe you could have been standing together all along.
I had a therapist once who told me that the best way to find your people is to let them in to the bad stuff and ask for help. He said that people want to help. Sharing in the bad stuff creates trust, belonging and deep connections.
Taking the leap is hard, especially if you weren’t explicitly invited to. But luckily we know that, we’ve been there before. We’ve been right there, where you stand now and we will always remember. We were given a shoulder then. We are offering ours now. It’s okay not to be okay. We’ve been there. We might be there again from time to time. But now it’s your turn. It sucks, it’s hard, but it’s okay. You can trust our shoulders, we can take it. Maybe someday it will be you who stands right there, offering yours. Saying it’s okay, you don’t have to be okay. Take my shoulder and know, that together, it will all be okay again. We will all be okay.
Der Kuseng (er/ihm)
Es erwartet euch ein Künstler, der Humor und Gesellschaftskritik auf seine ganz eigene Weise verbindet. Einer der die Bühne so liebt wie Milliardäre Steuerschlupflöcher.
An artist that combines humour and social critique in his own unique way expects you. One who loves the stage as much as billionaires love tax loopholes.
BeKa (shey/they) & (she/her)
BeKa – your friendly neighbourhood pop-up band
BeKa – deine freundliche nachbarschafts Pop-up Band
Linger – The Cranberries
[Verse 1]
If you, if you could return
Don’t let it burn, don’t let it fade
I’m sure I’m not being rude
But it’s just your attitude
It’s tearing me apart
It’s ruining everything
And I swore, I swore I would be true
And honey, so did you
So why were you holding her hand?
Is that the way we stand?
Were you lying all the time?
Was it just a game to you?
[Chorus]
But I’m in so deep
You know I’m such a fool for you
You’ve got me wrapped around your finger
Do you have to let it linger?
Do you have to, do you have to, do you have to let it linger?
[Verse 2]
Oh, I thought the world of you
I thought nothing could go wrong
But I was wrong, I was wrong
If you, if you could get by
Trying not to lie
Things wouldn’t be so confused
And I wouldn’t feel so used
But you always really knew
I just want to be with you
[Chorus]
[Instrumental Break]
[Chorus]
And I’m in so deep
You know I’m such a fool for you
You’ve got me wrapped around your finger
Do you have to let it linger?
Do you have to, do you have to, do you have to let it linger?
You know I’m such a fool for you
You’ve got me wrapped around your finger
Do you have to let it linger?
Do you have to, do you have to, do you have to let it linger?
Toxic – Britney Spears
[Verse 1]
Baby, can’t you see I’m callin’?
A guy like you should wear a warnin’
It’s dangerous, I’m fallin’
There’s no escape, I can’t wait
I need a hit, baby, give me it
You’re dangerous, I’m lovin’ it
[Pre-Chorus]
Too high, can’t come down
Losing my head, spinnin’ round and round
Do you feel me now?
[Chorus]
With a taste of your lips, I’m on a ride
You’re toxic, I’m slippin’ under
With a taste of a poison paradise
I’m addicted to you
Don’t you know that you’re toxic?
And I love what you do
Don’t you know that you’re toxic?
[Verse 2]
It’s gettin’ late to give you up
I took a sip from my devil’s cup
Slowly, it’s takin’ over me
[Pre-Chorus]
Too high, can’t come down
It’s in the air and it’s all around
Can you feel me now?
[Chorus]
With a taste of your lips, I’m on a ride
You’re toxic, I’m slippin’ under
With a taste of a poison paradise
I’m addicted to you
Don’t you know that you’re toxic?
And I love what you do
Don’t you know that you’re toxic?
Don’t you know that you’re toxic?
[Instrumental Break]
[Chorus]
Taste of your lips, I’m on a ride
You’re toxic, I’m slippin’ under
With a taste of a poison paradise
I’m addicted to you
Don’t you know that you’re toxic?
With a taste of your lips, I’m on a ride
You’re toxic, I’m slippin’ under (Toxic)
With a taste of a poison paradise
I’m addicted to you
Don’t you know that you’re toxic?
[Outro]
Intoxicate me now with your lovin’ now
I think I’m ready now (I think I’m ready now)
Intoxicate me now with your lovin’ now
I think I’m ready now
Trans von Assissy (they/them)
Heiliges Trans von Assissy ist ein Neuankömmling in der magischen wiener Drag Szene. Dey verkörpert alles Ungewöhnliche, Seltsame und Mystische. Lasst euch von dem bekehren und trans Menschen feiern!
Saint Trans of Assissy is a newbie in the magical viennese drag scene. They embody all things that are odd, extraordinary and mystical. Get enchanted by them and let’s celebrate trans people!
If I had a Heart – Fever Ray
[Verse 1]
This will never end ’cause I want more
More, give me more, give me more
This will never end ’cause I want more
More, give me more, give me more
[Verse 2]
If I had a heart, I could love you
If I had a voice, I would sing
After the night when I wake up
I’ll see what tomorrow brings
[Chorus]
Ah-ah-ah
Ah-ah-ah
Ah-ah-ah
If I had a voice, I would sing
[Verse 3]
Dangling feet from window frame
Will they ever ever reach the floor?
(More, give me more, give me more)
Cushion filled with all I found
Underneath and inside, just to come around
(More, give me more, give me more)
[Chorus]
Ah-ah-ah
Ah-ah-ah
Ah-ah-ah
If I had a voice, I would sing
Nova (keine Pronomen)
Nova (keine Pronomen), nicht-binär und im Transspektrum. Oft habe ich das Gefühl, für die Gesellschaft unsichtbar zu sein. Meine Texte wirken da sehr entgegen und lassen mich sichtbar fühlen.
Nova (no pronouns), nonbinary and on the trans spectrum. I often feel like I’m invisible to society. My texts help me to feel visible again.
Dysphorie
© Vic-Nova Lenk, aus dem Buch “Mein steiniger Weg” 2024
Ich schaue in den Spiegel und sehe mich nicht. Ich sehe eine Gestalt die mich darstellen soll, aber das tut sie nicht – nicht wirklich. In meinem Kopf sehe und fühle ich mich ganz anders und mir zieht es regelmäßig den Boden unter den Füßen weg, wenn ich merke, dass meine äußere Erscheinung nicht d’accord mit meinen Gefühlen ist.
Aus meinem Körper sticht etwas heraus was nicht da sein sollte und nie hätte da sein sollen. Ich fühle mich missgebildet, falsch gewachsen und konstant in einem Oberkörper gefangen, welcher nicht meiner ist.
Ja – das ist schon mein Oberkörper, ja – das ist schon meine Brust, ABER – das sind nicht meine Brüste. Die hätten niemals an meinem Körper sein sollen.
Früher habe ich noch recht offen darüber geredet und dann, vor allem von Cis Frauen die Kommentare bekommen wie: “Ich kann dich verstehen ich fühle mich auch nicht immer wohl” oder “Mich nerven meine Brüste manchmal auch.” – Das stimmt bestimmt alles, aber es ist bei mir kein “nicht wohl fühlen” ich fühle mich fehlgebildet.
Ich meide jeden einzelnen Spiegel in meiner Wohnung, wenn ich nichts angezogen habe. Ich breche regelmäßig vor meinem Kleiderschrank heulend zusammen da ich schon das vierte T-Shirt anprobiere und das Gefühl habe “Da sieht man noch immer zu viel”. Dazu kommt die Verzweiflung – wozu trage ich einen Binder der mir täglich den Oberkörper abschnürt, wenn ich dann doch jede einzelne Sekunde daran erinnert werde, dass ich Brüste habe.
Die Dusche ist mein größter Feind und doch zugleich mein größter Freund. Zwar ist das der Moment wo ich aktiv die Brüste berühren und spüren muss, aber gleichzeitig krieg ich unter dem Wasserregen nicht mit wie viele Tränen aus meinen Augen fließen.
Die meiste Zeit versuche ich meine Dysphorie ganz tief irgendwo in mir zu vergraben. Aber wie ein blutrünstiger Zombie, bricht sie regelmäßig empor. Das kann random-mäßig ausgelöst werden – durch einen Blick, einen Gedanken, einen Satz, ein Gefühl oder einfach nur simple Realität.
Ich habe keine Kontrolle darüber und verliere auch jegliche, wenn sie aufkommt.
Am Liebsten würde ich eine Schere oder ein großes Messer nehmen und die Brüste einfach abschneiden. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich diesen Gedanken schon hatte und doch zugleich wieder verworfen habe.
871 Tage! Das konnte ich zählen. 871 Tage, hat es gedauert bis zur Operation. 871 Tage, bis ich den Körper bekam, den ich schon immer haben sollte. 871 Tage, bis ich mich endlich von meiner Dysphorie verabschieden konnte. 871 Tage, bis ich endlich der Mensch wurde der ich seelisch schon immer bin.
Spiegel, Spiegel an der Wand
© Vic-Nova Lenk, aus dem Buch “Mein steiniger Weg” 2024
Ich blicke in den Spiegel und erkenne mich. Ich erkenne mich zum ersten Mal in meinem Leben.
Der ganze Raum – Nein, die ganze Welt wird still. Ich bin endlich angekommen!
Der Weg war steinig und schwer und diese Bezeichnungen sind noch dezent untertrieben. Am Weg habe ich nicht nur jegliche Hoffnung, sondern auch fast mein Leben verloren. Tiefe seelische Narben zeichnen mich.
Und doch blicke ich nun in den Spiegel und bin sprachlos. Sprachlos von meiner Schönheit. Sprachlos vom endlich stimmig fühlen. Sprachlos von mir.
Mich überkommt ein Gefühl von Wärme und Freude. Ich spüre Vertrautheit und das, obwohl ich mich das erste Mal wirklich sehe. So hätte es immer sein sollen und so ist es nun endlich auch!
Die letzten Jahrzehnte waren wie täglich Fasching, nur ohne Feier und weniger bunt. Mit einer Verkleidung Tag ein, Tag aus unterwegs sein. So eine gute, dass mich nur wenige Menschen wirklich erkannt haben.
Heute werfe ich mir meine Tasche um und spüre den Gurt entlang von meiner Brust. Spüre dabei ganz genau, wie flach mein Oberkörper ist. So hätte es sich immer anfühlen müssen und nun ist es endlich so weit. Dieses Gefühl für das es keine Worte gibt. Einfach pure Überschüttung von Freude, Wärme und Stimmigkeit. So sehr, dass mir jedes Mal die Tränen kommen, wenn ich in dieses Gefühl eintauche, weil es einfach so schön ist.
Diese Tränen waren oft nicht vor Freude. Duschen, anziehen, ausziehen, schlafen, meinen Alltag bewältigen. All das und vieles mehr waren gezeichnet von Anspannung, nervlichen Zusammenbrüchen, depressiven Episoden und dem Wunsch einfach unsichtbar zu sein.
Für mich ist es logisch, wieso ich mich all die Jahre so fehl am Platz gefühlt habe. Nun bin ich unterwegs, mit gerader Haltung, einem Lächeln, welches kein Ende kennt und bei Blickkontakt mit Passant*innen das Gefühl in mir, dass man mich nun endlich sieht.
Ich bin alles andere als unsichtbar und möchte es auch keine einzige Sekunde mehr sein!
Ich bin endlich in dem Körper angekommen, den ich seelisch schon immer habe.
Tinderello
Meet tinderello, the hottest match from Linz.
From beautiful poetry to fierce lipsync, more versatile than any of your grindr matches.
Tinderello, das heißeste Match aus Linz. Von wunderschönen Gedichten bis heftigen lipsync, vielseitiger als jeder deiner grindr matches
Heels of Steel – Wondora
[Verse]
Strut into the spotlight feel the fire
Glitz and glam baby taking us higher
Lipstick fierce in a bold highlight
Tonight we’re queens ruling the night
[Verse 2]
Heels clack like thunder on the stage
Glitter bombs bursting set the rage
Crowning jewels dazzling in the blaze
In this kingdom honey we’re all the craze
[Chorus]
Heels of steel we’re dancing in the lights
Untamed hearts soaring in the heights
Glitzy dreams shimmering so bright
In our world we own the night
[Bridge]
Flaunt it all let your spirit fly free
No apologies just you and me
Red carpet dreams reality spree
Courage in heels stepping out to see
[Verse 3]
Sequined dreams become our skin
Electric vibes pulse within
Draped in dazzle let it all begin
Runway royalty we always win
[Chorus]
Heels of steel we’re dancing in the lights
Untamed hearts soaring in the heights
Glitzy dreams shimmering so bright
In our world we own the night
In our world we own the night
In our world we own the night
Harper (sie/ihr)
Harper ist eine Singer & Songwriterin aus Wien, ihre Texte umfassen sowohl herzzerreißende Liebesgeschichten als auch politische Themen. Sie wünscht sich am meisten, dass ihre Lieder nicht nur gehört, sondern vor allem gespürt werden und zum Nachdenken anregen.
Harper is a singer and songwriter from Vienna, her texts consist of heart wrenching love stories as well as political themes. The thing she wishes for the most, is that her songs and not only heard, but most of all felt and encourage reflection
Bonnie & Clyde – Harper
Meine Hände streifen kalten Beton
Und ich singe meinen eigenen Knast-Song
Bin gefangen hinter Stäben aus Stahl
Wegen meiner ersten und einzigen Wahl
Wie Bonnie und Clyde
Alles dreht sich im Kreis
Wie Bonnie und Clyde
Waren wir immer zu zweit
Wir machten, was uns gefällt
Wir beide gegen die Welt
Wie Bonnie und Clyde
Wie Bonnie und Clyde
Gitterstäbe wie bei Rilkes Gesicht
Und meine letzte und heilige Pflicht
Ist zu beten und büßen
Ich lieg nicht dir, sondern Justitia zu füßen
[Refrain]
Falls man sich fragt, was hab ich getan
Die Antwort ist einfach, ich hab keinen Plan
Ich war nur ich und du warst nur du
Doch per Gesetz ist das leider Tabu
[Refrain]
Play by the rules, das war unsere Devise
Doch nach der ersten, zweiten und dritten Krise
Änderten sie einfach die Regeln des Spiels
Und wir hatten nun ein Täterprofil
Wie Bonnie und Clyde
Alles dreht sich im Kreis
Wie Bonnie und Clyde
Waren wir immer zu zweit
Wir machten, was uns gefällt
Wir beide gegen die Welt
Wie Bonnie und Clyde
Wie Bonnie und Clyde
Wie Bonnie und Clyde
Alles dreht sich im Kreis
Wie Bonnie und Clyde
Wie Bonnie und Clyde
Mastema (they/them) bzw. (dey/dem)
Mein Drag sollte entertainment und ein safe space sein, wo Leute zuschauen und happy sein können. Keiner sollte sich ausgeschlossen oder diskriminiert fühlen
My drag should be entertainment and a safe space, where people can watch and be happy. Nobody should feel left out or discriminated.
Family – Mother Mother
[Verse 1]
They got my blood up in their veins
I get a cut, they feel my pain
They got my heart, they got my soul
They know the stuff nobody knows
When we’re out for dinner we’re cussing like sailors
The people are staring and talking in whispers
“Hey what’s with the strange breed?”
[Chorus]
They is my family, they is my family
They might be crazy, but they is my family
You can’t get through them unless you get through me
You fuck with them you fuck with me
[Verse 2]
And when you’re standing on the ledge
I’ll pull ya down, put you to bed
And if you’re bleeding from the heart
I’ll come around, and clean it up
When we’re at the party we’re dancing on tables
And people are staring like they got a peephole
“Hey look at the strange breed”
[Chorus]
[Verse 3]
A motley crew, a rodeo
A goddamn zoo, a circus show
But oh don’t you know how it goes
We are all walking each other home
[Chorus]
They is my family, they is my family
They might be crazy, but they is my family
You can’t get to them unless you get through me
You fuck with them you fuck with me
They is my family, they is my family
They might be crazy, but they is my family
You can’t get to them unless you get through me
You fuck with them you fuck with me
Valentina
Valentina ist eine tunesische trans Frau die unter dem Namen XOest ihre eigenen Lieder veröffentlicht.
Valentina is a tunesian trans woman that publishes her own original songs under the name XOest.
صنعة الصناع – XOest
[keine Lyrics available]
Silviu Robert Glăman
Silviu Robert Glăman wohnt in Wien und beschäftigt sich mit Kunst, Musik, und Literatur. Er mag Städte, Fantasie, und Kunst, die den Tod thematisieren, aber heute liest er über Tauben.
Silviu Robert Glăman lives in Vienna and likes spending his time appreciating art, music and literature. He likes cities, fantasy and art that address the topic of death, but today he reads about pidgeons.
Tauben
In eine der wenigen Tagen, die damals gaben, hat Gott die Erde erschaffen. Er lächelte, da er wusste, er kriegt fix so 70 pro quadrat Meter für seine Investition.
Alles hat seinen Wert. Alles hat seinen Preis.
Blut auf Koka Blätter. Schweiß auf Tücher beim Pornofilmset. Tränen auf Ruinen von Kindern, die niemals erwachsen werden.
Die Angst, des Öffitickets.
2.10€ pro Fahrt, oder 1 € pro Tag, oder 100, je nach Fall.
Was wird wirklich, ehrlich verkauft mit einem Öffiticket, außer der Erlösong von der Angst vor Bestrafung?
Ich lebe weiter in dieser schönen Welt. Diese schön definierte Welt, wo schwarz auf weiß überall steht, wo meins endet und deins beginnt, wo man frei von Polizeigewalt ist, und wo die Kanten liegen, wo Leute sich lieben und andere schlafen, die Straßengraffitti deren einzigen Schmuck.
So ist die Welt wo wir leben, wo Statuen von alten Mördern über Beton schauen, mit mehr Vornamen als meine Familie Nullern im Bankkonto hat.
Als ich darüber nachgedacht habe, ist mir auf der Rolltreppe ein Vogel entgegengeflogen. Eine Taube. Ich denke, lächelnd, villeicht wird die eine U-bahn fahrende Person aufn Kopf anscheißen. Vielleicht auch nicht.
Ich beneide die Tauben, weil deren gehört die Stadt mehr, als es mir jemals gehören wird.
Es gab einmal einen roten Drachen
Ich komme daheim, und stehe am Straßenrand während meine Hand auf die linke und die rechte Hosentaschen tastet. Ich habe vergessen, in welcher Tasche ich immer die Wohnungsschlüssel habe. Ich fische die heraus, und schaue auf die Tür.
Da sehe ich eine massive rote Mauer mit glänzenden Schuppen, die vereinzelt größer sind als mein Gesicht. Die Mauer breitet sich aus, links und rechts, parallel zur Straße und endlos wie Gott endlos ist. Ich schaue zum Himmel und sehe wie Wolken sich um diese rote Mauer umwölben, wie Katzen die sich knurrend an Menschen rumspielen.
Nach einem Moment, spüre ich wie die Luft meine Lungen verlässt und sehe wie der schmutzige Atem der Autos wie schwarze Pfeile zum Himmel fliegen, wie die Wolken sich auflösen und brennende Sonnenstrahlen meine Augen küssen.
Ich sehe, was vor mir steht. Ein roter Drache hat sich kurz von seinem Flug eine Rastpause gegönnt, dessen massiven Bein den Himmel umfassend und höher als der Babel Turm. Irgendwo, scheint es mir, neben der Sonne glänzt auch das den Tauben ähnlichen Auge des Drachens, das die Welt untersucht mit tierischer Neugier. Es scheint mir auch, dass irgendwie kappiert der Drache nicht ganz, wo er eigentlich ist und was er da sucht.
Dann zittert die Erde, die Räder der Autos zerplatzen, und sie weinen Glasscherben, genau so wie die U-bahne und Bims hinter mir. Meine Knochen ätzen von dem Gewicht, der micht jetzt wie das Wasser am Ozeanboden erpresst. Der Drache hat gebrüllt. Der Himmel wird schwarz, die Welt wird dunkel, als seine Flügel die Sonne verbergen. Und dann flog er weg.
Ich schau vor mir, Schlüssel in der Hand, und sehe ein klarer, flacher Horizont, die Welt vor mir so gepresst, dass sogar der Staub flach am Boden und Ruinen pickt. Als die Autos langsam anfangen zu schreien, kappiere ich, dass mein Gehörsinn langsam zurückkommt.
Ich schau wieder oben, zu dem schwebenden, abstrakten Punkt, wo ungefähr meine Wohnung war. Meine Sachen, meine Bücher, meine Schrifte, meine Kleider, meine Nachbarn. Meine Erinnerungen. Ich würde mir Gedanken machen, ob ich die Miete rückerstattet kriegen kann, hätte ich sie dieses Monat gezahlt.
Stattdessen, schau ich hinter mir und merke, dass mein Lieblings Kebab Stand noch offen ist, klein wie ein verlorenes Streichholzschächtelchen in Gottes SUV-Limo. Ich erinnere mich vage, dass ich noch ein Zehner in der Tasche habe, wo meine Schlüsseln waren. Meine Hand tastet auf die linke und rechte Hosentaschen. Ich stecke endlich die Schlüsseln zurück in der Tasche, wo ich sie immer stecke, und versuche den verkrümpelten Zehner rauszufischen.
Damit kann ich mir easy ein Bier gönnen, und ein Döner. Oder, wieso nicht, ein Falafel Dürum. Es ist eh nie zu spät, Vegetarier zu weden. Vegan eig auch, aber die Soße da fetzt.
Als ich den Zehner rausfische, lächele ich, amüsiert. In meiner Tasche hat es sich si org gefaltet, dass es jetzt genau so ausschaut, wie ein roter Origami Vogel.
Kristin (sie/ihr)
Kristin ist Tänzerin, Choreographin und Künstlerin durch alle Sparten von Musik und Schauspiel über Drag und Text. Bei diesem TDOV möchte ich mit Texten und einem Lied erspüren, was eigentlich sichtbar wird, und wieso: Ist es der Schmerz, die Dysphorie, die Ausgrenzung, oder die Freude, das Selbstbewusstsein, die Schönheit?
Kristin is a dancer, choreographer, and artist through all fields. From music to acting, drag and text. At this TDoV I want to feel thought texts and a song what actually becomes visible, and why: is it the pain, the dysphoria, the exclusion, or the joy, the self-confidence, the beauty?
Was ist Sichtbarkeit? Wozu Sichtbarkeit?
Die Theorie sagt: Menschen müssen uns sehen, uns kennenlernen, dann werden sie uns als Menschen sehen, mit Empathie. Wenn ich freundlich und mit Geduld in meinem Wohnhaus mit den alten Menschen spreche, werden aus Nachbarn Freunde. Wenn sie uns kennen, legen viele Menschen die schlimmen Eindrücke zur Seite, die sie von Fernsehserien, Verschwörungstheorien oder Pornos von uns haben. Und das funktioniert – wenn Menschen guten Willen haben, wenn sie bereit sind, ihre Meinung zu ändern.
Aber da seht ihr schon das Problem.
Jedes Jahr seh ich am TDOV Menschen, die darüber mit den Augen rollen. Vor allem trans Frauen. “Visibility is a scam”. Sie sagen, dass die Sichtbarkeit, die sie jeden Tag erleben, eher zu Gewalt führt als zu Verständnis. Dass sie zur Zielscheibe werden. Manche trans Personen von uns können das leicht vermeiden. Viele aber auch nicht – und Frauen transfems erleben das oft mit besonderer Heftigkeit. Ohne Sicherheit ist sichtbar zu sein eigentlich nur Ausbeutung. Was bringt’s, wenn auf dem Fernsehbildschirm zu sein, wenn ich Angst habe, dass mich jemand auf der Straße erkennt, beschimpft, bespuckt, angreift?
Interessiert es den ORF, ob mir das passiert? Oder wollen sie einfach, dass ich meine paar hundert Euro nehme und dann verschwinde?
Also was, ist TDOV jetzt Scheisse? Weil manche von uns es schwerer haben? Weil vor allem die von uns, die TransFRAUENfeindlichkeit kennen, oft nicht das Problem haben, übersehen zu werden, sondern egal, was sie tun, immer eine Zielscheibe sind?
Ich bin Waage. Also muss ich in jeder Sichtweise die Stärken und Schwächen sehen. Ich mag die Kritik, aber ich mag auch den TDOV. Ich bin froh hier zu sein, Ich bin froh dass ihr da seid.
Aber was ich von den beiden Sichtweisen mitnehmen will, sind ein paar Fragen:
Wer ist sichtbar?
Was genau soll sichtbar sein?
Und warum?
Was mich zurzeit interessiert, ist, was uns trennt. Die Unterschiede, die oft nicht ausgesprochen werden. Die Schmerzen, mit denen wir aneinander geraten.
Haben wir ein Gefühl dafür, was es heißt unter Dysphorie zu leiden, und was es heißt, das
nicht erleben zu müssen? Haben wir im Blick, dass manche von uns keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie haben, ihr Dorf oder ihr Land verlassen mussten – und andere nicht? Dass manche von uns ihre Ausweise einfach ändern können – und andere nicht? Oder dass manche zu sehr damit beschäftigt sind, ob ihr Visum überhaupt verlängert wird? Dass manche sagen „Ich will eh keine Kinder“ und andere oft darunter leiden, dass sie unfruchtbar sind? Und es gibt noch so viele weitere Fragen.
Ich interessiere mich mehr für Schmerzen als Freude. Ich will nicht sagen, dass wir wie vorm Psychiater eine “Leidensgeschichte” performen sollten, damit wir als legitim gelten. Aber ich will sagen, dass unsere Unterschiede und Schmerzen eine wichtige Rolle spielen, wenn wir verstehen wollen, wie Sichtbarkeit und Freude funktionieren. Ich fordere ein, dass cis Personen mit gutem Willen und der Bereitschaft für Veränderung auf uns zu gehen, aber eigentlich – und das ist das schwierige – ist es vielleicht noch wichtiger, dass wir zueinander diese Einstellung haben. Auch wenn wir uns missverstanden fühlen, auch wenn wir wütend sind, auch wenn wir Angst haben dass uns jemand etwas abspricht.
Deswegen interessiert mich so sehr, die verschiedenen Lebenswege und Schmerzen unter uns zu verstehen – ohne schnelle oder einfache Antworten zu finden. Das ist vielleicht ein bisschen ein Vibe-Kill. Aber als Künstlerin hat man oft die Aufgabe, einen Vibe zu killen. Deswegen gibt es jetzt eins der traurigsten Lieder, die ich kenne: „Hard Times“ von Ethel Cain.
Hard Times – Ethel Cain
[Verse 1]
Hide me there
Under the leaves
Nine going on eighteen
Lay it on me
Tell me a story
About how it ends
Where you’re still the good guy
I’ll make pretend
‘Cause I hate this story
Where happiness ends
And dies with you
[Chorus]
I thought good guys get to be happy
I’m not happy
I am poison in the water and unhappy
Little girl who needs her daddy real bad
[Verse 2]
In the corner
On my birthday
You watched me
Dancing right there in the grass
I was too young
To noticе
That some types of love could bе bad
Praying I’d be like you
Doing all of the things that you do
And I still do
And that scares me
[Outro]
I’m tired of you, still tied to me
(Bleeding whenever you want)
Too tired to move, too tired to leave
I’m tired of you, still tied to me
(It’s just the way that you are)
I’m tired of you, too tired to leave
(I just wanna sleep)
I’m tired of you, still tied to me
(I just wanna sleep)
Too tired to move, too tired to leave
(I just wanna sleep)
I’m tired of you, still tied to me
(Please, can I sleep, can I sleep?)
I’m tired of you, too tired to leave
I’m tired of you, still tied to me
Too tired to move, too tired to leave
Lady Nutjob (she/her)
Hence the name, Lady Nutjob lost her mind but wins the audience over and over again with her performances that unite all the numbers of the ICD10. Smudged, grotesque, flawed – perfect in her own sense.
Wie der Name besagt, hat Lady Nutjob ihren Verstand verloren, gewinnt aber das Publikum mit ihren Auftritten, die alle Nummern des ICD10 vereinen, immer und immer wieder für sich. Verschmiert, grotesk, fehlerhaft – perfekt auf ihre eigene Art.
Free – Florence and the Machines
[Verse 1]
Sometimes, I wonder if I should be medicated
If I would feel better just lightly sedated
The feeling comes so fast and I cannot control it
I’m on fire, but I’m trying not to show it
[Refrain]
As it picks me up, puts me down
It picks me up, puts me down
Picks me up, it puts me down
A hundred times a day
It picks me up, puts me down
Chews me up, spits me out
Picks me up, it puts me down
[Verse 2]
I’m always running from something
I push it back, but it keeps on coming
And being clever never got me very far
Because it’s all in my head
“You’re too sensitive,” they said
I said, “Okay, but let’s discuss this at the hospital”
[Refrain]
As it picks me up, puts me down
Picks me up, puts me down
Picks me up, it puts me down
A hundred times a day
Picks me up, puts me down
Chews me up, spits me out
It picks me up, puts me down
[Chorus]
But I hear the music, I feel the beat
And for a moment, when I’m dancing, I am free
I hear the music, I feel the beat
And for a moment, when I’m dancing
I am free
I am free
[Bridge]
Is this how it is?
Is this how it’s always been?
To exist in the face of suffering and death
And somehow still keep singing?
Oh, like Christ up on a cross
Who died for us, who died for what?
Oh, don’t you wanna call it off?
But there is nothing else that I know how to do
But to open up my arms and give it all to you
[Chorus]
‘Cause I hear the music, I feel the beat
And for a moment, when I’m dancing
I am free
I am free
I am free
I am free